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St. Pauli - ein Stadtteil wo die Geschichte noch heute lebt

St. Pauli ist ein Stadtteil und gehört zu Hamburg-Mitte. St. Pauli ist bekannt, da sich das berühmte Vergnügungsviertel darin befindet. Der Kiez oder die Reeperbahn zieht jährlich viele Besucher aus aller Welt an. Hamburg ist zudem eine Großstadtmetropole die Kunst, Kultur und noch jede Menge interessanter Abenteuer für den Besucher bereithält.

Auf den Spuren von “König der Löwen”

Hamburg ist eine Stadt mit Geschichte. In den Medien wird die Stadt immer wieder erwähnt, wenn es um Musicals geht. Unter anderem steht das Musical König der Löwen auf dem Programm. Das erste Musical, das in Hamburg aufgeführt wurde, war übrigens Cats. Doch nun zurück zur bewegenden Geschichte von St. Pauli. Ab dem Jahre 1247 finden sich Aufzeichnungen über St. Pauli. Ereignisse wie der Pesthof entstanden im Jahre 1605, als die Epidemie ausgebrochen war. Es wurde im Laufe der Zeit angesiedelt und abgesiedelt, aufgebaut und abgebaut, bis es etwas ruhiger um Hamburg wurde. Im 17. Jahrhundert wurden diverse Betriebe aus der Stadt verbannt, da sie wegen Geruchs- und Umweltverschmutzungen in der Stadt unerwünscht waren. Zu dieser Zeit war St. Pauli noch ein Vorort von Hamburg. Es waren ebenfalls die Seilmacher, die sich aufgrund von Platzmangel in den Vorort begaben. Diese gaben später der Reeperbahn ihren Namen. Die Seilmacher wurden einst Reepschläger genannt. Im 19. Jahrhundert ließ Napoleon den Hamburger Berg abreisen. Sobald die Franzosen jedoch das Land verlassen hatten, wurde die Vorstadt wieder errichtet.

Der Kiez

Unter die städtische Verwaltung gestellt, wurde St. Pauli im Jahre 1833. Dennoch blieben der Vorstadt die Tore zu Hamburg verschlossen. Es folgte ein Wohnungsmangel innerhalb der Stadtmauern und die Verdichtung zu St. Pauli hin nahm zu. Endlich, im Jahre 1894 wurde St. Pauli zu einem Hamburger Stadtteil erklärt. Um die Schmuckstraße herum entstand eine Miniaturausführung von Chinatown. Einige wurden von der Hamburger Gestapo verhaftet und landete ohne Prozess im Arbeitserziehungslager am Hafen. Im Zweiten Weltkrieg wurde sehr viel von St. Pauli zerstört. In den 50er und 60er Jahren jedoch fanden Musikgruppen wieder den Weg in das Vergnügungsviertel. Im Jahre 1970 wurde es wieder etwas ruhiger und die Beliebtheit sank. Erst als das Musical Cats zur Eröffnung des Schmidt Theaters in Hamburg aufgeführt wurde, begann die Nachfrage nach dem Vergnügungsviertel wieder zu steigen.

Die Davidwache

Die Davidwache verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad. Das kleine Polizeirevier befindet sich direkt im Rotlichtviertel und wurde von vielen Filmemachern verwendet. Ein Blaulicht welches sich mitten im Rotlicht zeigt, musste einfach berühmt werden – besonders wenn es sich im Vergnügungsviertel St. Pauli befindet. Der Backsteinbau wurde 1914 an die Polizei übergeben. Seit diesem Tag sorgen die Beamten für Ruhe und Frieden auf der Reeperbahn.

Schmidt Theater und Schmidts Tivoli

Wie schon bereits erwähnt, eröffnete das Theater mit dem Musical Cats. Seither werden im Schmidt Theater und Schmidts Tivoli die verschiedensten Veranstaltungen aufgeführt. Bei einem Besuch auf der Reeperbahn gehört wenigstens die Besichtigung des Theaters zum Pflichtprogramm.

Das Dollhouse

Dort, wo die große Freiheit ihren Platz einnimmt, da befindet sich das Dollhouse. Seit mehr als 15 Jahren gibt es im Dollhouse einiges zu sehen. Die Preise sind bezahlbar und das Angebot einfach nur überwältigend. Wer jetzt daran denkt, dass es nur Table Dance Angebote für die Herren der Schöpfung gibt, der irrt sich gewaltig. Auch die männlichen Table Dancer können für nur 30 Euro gebucht werden. Dabei ist es irrelevant, ob man alleine oder in einer Gruppe am Tisch sitzt. Wer die Augen mal so richtig verwöhnen möchte, kann dabei so viel Tänzer oder Tänzerinnen buchen, wie er möchte. Zudem gibt es noch weitere Angebote, die einen Besuch im Dollhouse zu einem besonderen Erlebnis machen. Ein Highlight sind die Dollhouse Dollars, die den Tänzern und weiblichen Gegenparts als Trinkgeld zugesteckt werden können. Zudem lockt jeden Tag um Mitternacht eine unglaubliche Bühnenshow viel Gäste in das Dollhouse.

Der Kitz und “Zur Ritze”

Was wäre der Kiez ohne eine Kneipe, wo sich ein Boxring im Keller befindet. Auch diese Lokation ist bekannt aus Film und Fernsehen. Zur Ritze ist eine Kneipe, wo sich alles um das Thema Boxen dreht. Größen wie Henry Maske und die Klitschko Brüder haben schon im Boxring im Keller trainiert. Nachdem die Kneipe Zur Ritze einige Male den Besitzer wechselte, führt nun die Witwe von Hanne Kleine die Lokation nach allen Regeln der Tradition weiter.

Traditionsreiche Plätze

Zwei Platze in der Nähe der Reeperbahn gehören ebenfalls zu den Highlights in St. Pauli. Der Beatles Platz soll als Erinnerungsstück dienen. Denn mit den Auftritten der Beatles in St. Pauli erlangte der Stadtteil Weltbekanntheit. Fünf lebensgroße Skulpturen der Beatles zieren den Beatles Platz und machen ihn so zu einem großartigen Anziehungspunkt, der eine fantastische Geschichte repräsentiert.

Der Hans-Albers-Platz wird von vielen nur kleiner Kiez genannt. Denn wenn einer den Kiez mit berühmt gemacht hat, dann war es Hans Albers. Mit ihm entstanden zahlreiche Kinofilme, die in Hamburg gedreht wurden. Nach seinem Tod im Jahre 1964 wurde der ehemalige Wilhelmsplatz umbenannt und zu Ehren des blonden Hand in Hans-Albers-Platz umbenannt. Auf dem Platz befindet sich außerdem eine etwa drei Meter hohe Skulptur, die an den großartigen Volksschauspieler erinnert.

Fußball und St. Pauli

Natürlich gehört wie auch zu anderen Stadtvierteln ein Fußballverein. Der FC St. Pauli entstand bereits im Jahre 1910. Der Sankt Pauli Verein spielt derzeit in der 2. Bundesliga. Zum Sankt Pauli Verein zählen jedoch noch andere Sportarten wie American Football, Radsport, Rugby, Triathlon usw. 19 Abteilungen mit den unterschiedlichsten Disziplinen können dort ausgeführt werden. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich in St. Pauli viel um den Verein dreht und auch ein Sankt Pauli Fanshop dort vertreten ist. Im Sankt Pauli Fanshop können Fans und Besucher diverse Fanartikel erwerben. Von der Tasse bis hin zum Schal, Socken und T-Shirt gibt es dort jede Menge Accessoires rund um St. Pauli.

St. Pauli ist eine Reise wert

Wer wenig für Kunst, Kultur und Geschichte übrig hat, wird von Hamburg dennoch verzaubert sein. Das Stadtviertel verfügt über einen Charme, der nicht nur mit dem Rotlichtviertel in Verbindung gebracht wird. Die vielen Denkmäler und Sehenswürdigkeiten sprechen ihre eigene Sprache und erzählen beim genauen Betrachten eine außergewöhnliche Geschichte. Einen Abend auf der Reeperbahn muss man allerdings erlebt haben. Kaum an einem andern Ort wird so viel gefeiert und gelacht wie auf dem Kiez in St. Pauli.