kiezjungs@gmail.com
040-27872891

Die Speicherstadt in Hamburg

Die Speicherstadt in Hamburg ist der größte, auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex, der Welt. Seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz. Als Teilstück des Hamburger Freihafens, auf den Brookinseln im Süden der Altstadt, wurde sie ab 1883 bis etwa 1927 errichtet.
Die rund 26 Hektar große Fläche der Speicherstadt, einschließlich der Fleete, gehört zu den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm. Sie umfasst eine Länge von 1,5 Kilometern und eine Breite von 150 bis 250 Metern.
Fleete sind Wasserwege, die die Speicherstadt durchziehen. Auf ihnen wurden früher die Waren, wie z.B. Kaffee und Tee, die damals wichtige Handelsgüter waren, mithilfe von Schuten (Lastkähnen) transportiert. Nach dem 2. Weltkrieg wurden sie allerdings immer stärker durch Lastwagen abgelöst. Heutzutage werden die Schuten gar nicht mehr eingesetzt, da der Containerumschlag vermehrt zugenommen hat – dadurch ist auch der traditionsreiche Beruf des Schutenführers ausgestorben. Durch diesen vermehrten Containereinsatz und der damit verbundenen Verlagerung der Umschlagplätze, wurde der Freihafenstatus für die Speicherstadt unentbehrlich.
Die Speicherstadt wird von dieser ehemaligen Wasserstraße (Dat Deep) vom Altstadtkern Hamburgs getrennt, die Wasserstraße wird von Binnenhafen, Zollkanal und Oberhafen gebildet. 8 Brücken wiederum dienen dazu, eine Verbindung zwischen beiden Gebieten zu schaffen.
Die Lagerhäuser der Speicherstadt sind jeweils auf der einen Seite an das Wasser angebunden, auf der anderen an die Straße. Hier wurde vor allem Stückgut wie Kaffee, Tee und Gewürze gelagert.

Die Speicherstadt gehört seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr zum Gebiet des Hamburger Freihafens, seit 2004 liegt das gesamte Gebiet außerhalb des Freihafens und ist somit zollrechtlich gesehen Inland – mit Ausnahmen der zahlreichen Teppichlager, die zur Speicherstadt gehören. Seit dem 1. März gehört sie verwaltungsrechtlich, zusammen mit dem Neubebauungsgebiet auf dem Großen Grasbrook, zum Stadtteil HafenCity im Bezirk Hamburg-Mitte. 2013 wurde die Zollgrenze vollkommen abgeschafft.

Da die Speicherstadt auf einem Gebiet liegt, das bei einer Sturmflut vom Elbwasser überflutet werden kann, wird der untere Boden nicht mehr zum Lagern genutzt – er dient jetzt nur noch zu Versandvorbereitungen.
Die gesamte Nutzfläche der Speicherstadt beträgt heutzutage ca. 630.000 Quadratmeter. Sie beherbergt zahlreiche Teppichhändler, Agenturen und diverse Museen wie z.B. das Speicherstadtmuseum, das Gewürzmuseum sowie das Zollmuseum. Außerdem ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, das Miniaturwunderland, seit 2000 hier untergebracht –

genauso wie das Hamburg Dungeon (Geisterbahn mit geschichtlichem Hintergrund.

Das Miniaturwunderland, kurz MiWuLa, umfasst im Ganzen 1300 Quadratmeter. Auf der Anlagefläche liegen 13 Km Gleise im Maßstab 1:87, hier verkehren 930 digital gesteuerte Züge. Das Miniaturwunderland wird von der MiniaturwunderlandHamburg GmbH betrieben.
Am 5. Dezember 2009 fand hier eine Außenwette der Fernsehsendung “Wetten, dass..” statt und am 5. Dezember 2012 konnte der zehnmillionste Besucher begrüßt werden. Im Mai 2009 drehte Samy Deluxe (deutscher Rapper) im Miniaturwunderland seinen Videoclip zum Lied Stumm. Das Miniaturwunderland wurde schon mehrfach in den Medien erwähnt und begleitet. Es gibt zahlreiche Berichte und Sendungen zu dem Alltag sowie der Entwicklung des Miniaturwunderland.

Die Geschichts-Geisterbahn Hamburg Dungeon ist ebenfalls in der historischen Speicherstadt beherbergt. Diese Ausstellung ist eine Kombination aus Show, Gruselkabinett und Fahrgeschäft. Besucher können auf einer Rundfahrt bzw. Rundgang die Geschichte Hamburgs, die von Schauspieler nachgestellt wird, erleben. Die Ausstellung Hamburg Dungeon wurde am 3. März 2000 eröffnet.
Im Hamburg Dungeon werden unter anderem Szenen, wie die Folter während der französischen Besatzung thematisiert. Auch der Große Brand im Jahre 1842, die Zeit der Inquisition sowie der Schwarze Tod werden im Hamburg Dungeon gezeigt. Den Schwerpunkt in dieser Ausstellung bildet der berühmte Seeräuber Klaus Störtebeker.
Das Hamburg Dungeon ist im Besitz der Merlin Entertainments Group.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in der HafenCity ist die Elbphilharmonie, sie wird abgekürzt Elphi genannt. Seit April 2007 befindet sich das Konzerthaus in der Bauphase. Das Erdgeschoss der Elbphilharmonie wird von einem ehemaligen Speicher der Speicherstadt, inmitten des Hamburger Hafens liegend, umschlossen.
Hauptgeldgeber für das Projekt Elbphilharmonie ist die Stadt Hamburg. Mittlerweile gilt die Elbphilharmonie jedoch als Skandalprojekt – aufgrund von Kostensteigerungen um ein Vielfaches der geplanten Summe.
Im Juni diesen Jahres 2013 beschloss die Hamburgische Bürgerschaft eine Neuordnung. Nach der soll die Abnahme der Elbphilharmonie nun am 31.Oktober 2016 stattfinden. Eröffnet werden soll die Elbphilharmonie im Frühjahr 2017.

Hamburg ist immer eine Reise wert. Man kann hier nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten – wie die oben bereits erwähnten: Speicherstadt, Elbphilharmonie, Miniaturwunderland und Hamburg Dungeon – bestaunen, Hamburg eignet sich auch hervorragend zum Shoppen, Entspannen oder einfach nur genießen. Verbringen Sie beispielsweise ein Wochenende in Hamburg, wenn hier der traditionsreiche Hafengeburtstag gefeiert wird. Ein überaus gut besuchtes Schauspiel, das man einmal im Leben mitgemacht haben sollte. Verbringen Sie Zeit an der Alster oder Elbe bei einem Bier oder Kaffee und Kuchen. Besuchen Sie das Musical “König der Löwen” und bestaunen Sie bei dieser Gelegenheit den Hafen Hamburgs.
Was auch immer Sie besuchen möchten, Sie werden feststellen, die Stadt Hamburg hat noch viel mehr zu bieten. Die Stadt ist bestens für einen Wochenendtrip geeignet. Besuchen Sie das Hamburg Dungeon und verschaffen Sie sich einen Eindruck von Hamburgs Geschichte – das Hamburg Dungeon ist sicherlich einen Besuch wert für alle die sich historisch interessieren. Das Miniaturwunderland ist nicht nur für Kinder eine tolle Sehenswürdigkeit – auch die Erwachsenen werden eine Menge Spaß beim Bestaunen der Züge haben. Und wer einmal das “Skandalprojekt” Elbphilharmonie sehen möchte, der sollte sie sich anschauen. Das Konzerthaus Elbphilharmonie dürfte für Konzertliebhaber eine begehrte Sehenswürdigkeit sein.
Überzeugen Sie sich selbst, was die Stadt alles zu bieten hat!